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Verschiedene Ansichten zu Zäumungen – Interview mit Gunnar Sturluson, neues Vorstandsmitglied der FEIF

9. mars 2011 kl. 20:51

Verschiedene Ansichten zu Zäumungen – Interview mit Gunnar Sturluson, neues Vorstandsmitglied der FEIF

Gunnar Sturluson, Rechtsanwalt, ist zweiter Vorsitzender des Landssamband Hestamannafélaga (LH). Er ist zudem Vorsitzender des Vereins Snæfellingur und züchtet Pferde auf dem Hof Hrísdalur am Snæfellsnes. Bei der Hauptversammlung der FEIF vor einigen Tagen wurde Gunnar in den Vorstand berufen.

Er besuchte Eiðfaxi und erzählte von seiner neuen internationalen Aufgabe und die Themen, die bei der Hauptversammlung besprochen wurden.

„Ich hatte ein gutes Gefühl bei diesem Treffen. Die verschiedensten Themen wurden behandelt, wobei sich die Leute in den Vorständen größtenteils einig über die Dinge waren. Im Sport-Vorstand wurde das Thema des Verbots von englisch kombiniertem Reithalfter mit Islandkandare behandelt, welches von den Deutschen und Schweizern vorgeschlagen wurde. Die Argumente der Vertreter Islands waren nicht überzeugend und daher wurde beschlossen diese Art von Zäumung im Sport zu verbieten,“ sagt Gunnar.

Gunnar erklärt, dass die Diskussion über die Zäumung Teil der Diskussion rund um das Wohlbefinden des Pferdes ist, die in letzter Zeit behandelt wird. „Islandpferdereiter auf dem europäischen Festland wurden von Reitern anderer Pferderassen scharf kritisiert, da sie scharfe Ausrüstung mit der hart eingewirkt werden kann benutzen. Viele wollen die Kandaren bis auf bei wenigen Ausnahmen verbieten. Vor dem Ausschuss lag zudem noch ein anderer Vorschlag, welcher besagte, dass Kandaren in den leichten Prüfungen verboten werden sollen. Dieser Vorschlag wurde vorerst abgelehnt, wird aber mit Sicherheit bald erneut diskutiert. Die Leute im Sport-Ausschuss in Island sind von Veränderungen nur wenig begeistert und wollen die Regeln gerne so beibehalten, wie sie sind. Der englisch kombinierte Nasenriemen ist daher nach wie vor im Gæðingakeppni und bei Zuchtprüfungen erlaubt,“ erklärt Gunnar.

Er erzählt, dass die FEIF die Regeln für Zuchtprüfungen und Turniere ständig durch das Komitee „Task Forc“ überarbeitet und Regeln ungleicher Turnierarten harmonisiert.

„Meine Philosophie ist, dass wir sehr einfache Regeln betreffend der Ausrüstung und vor allen Dingen so wenige wie möglich haben sollten. Man kann grobe Reitweise nicht mit endlos vielen Regeln verbessern. Die Einwirkung der Reiterhand spielt die grösste Rolle, nicht das Reithalfter oder das Gebiss.“

Gunnar hält gut vorbereitete Diskussionen zu den Themen, die bei der FEIF vorliegen, für wichtig. Er erklärt, dass die Diskussionsteilnehmer bei der letzten Hauptversammlung nicht gut genug vorbereitet waren. „Es ist in Ordnung, wenn die Leute ihre eigene Meinung zu den Zäumungen haben, aber es gibt nach wie vor keine fachliche Begründung dazu, warum die Islandkandare insgesamt eine schlechtere Ausrüstung als die normale Wassertrense ist. Ich denke, es ist wichtig, dass die Bereiter in Island und allgemein pferdeinteressierte Leute an den Diskussionen teilnehmen und ihre Meinung kund geben. Wir müssen wissen, was die Reiter wollen und den Wünschen so gut es geht nachkommen.“

Gunnar hält es zudem für wichtig, dass seine Rolle als führendes Land betreffend des Islandpferdesports und der Zucht ernst nehmen sollte. „Hier haben wir die grösste Auswahl an guten Pferden. Die meisten Zuchtpferde werden auf Island bei Materialprüfungen vorgestellt und dies bedeutet, dass wir die Linien in Sachen Zucht, Ausbildung und Training setzen sollten. Wenn Island auch weiterhin Vorreiter bleiben möchte, dann müssen wir aktiv bei den Diskussionen mitwirken. Wir müssen die Vorschläge aufgreifen, sie ansehen und eine gute Begründung darlegen. Wir müssen die Fachleute dazu auffordern mit uns zu arbeiten und gut vorbereitet mit gut begründeten Aussagen antreten.

Ein Interview mit Gunnar Sturluson gibt es in der nächsten Eiðfaxi International.