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Spekulationen am Sonntagmorgen

6. febrúar 2011 kl. 00:51

Spekulationen am Sonntagmorgen

Eiðfaxi hat den ersten Abend der Meisterklasse VÍS oft und ausgiebig diskutiert. Nach der Pferde-Influenza wurde ein Turnier dieser Größe von vielen Reitern und Zuschauern sehnsüchtig erwartet.

Ægir aus Reykjavík erwartete dieses erste Turnier der Meisterklasse bereits seit vielen Wochen mit grosser Vorfreude. „Ich hatte schon seit langer Zeit große Lust darauf, mal wieder bei einem richtigen Turnier zuzusehen. Es war interessant zu sehen, welche Reiter mit welchen Pferden an den Start gehen.“ Ægir erklärt, dass die Meisterklasse zu dieser Jahreszeit von grosser Bedeutung ist. „Wie man der Zuschauerzahl entnehmen kann, war ich nicht der einzige, der sich dieses Turnier keinesfalls entgehen lassen wollte.“

Die Zuschauer wurden nicht enttäuscht. Das Turnier war fantastisch und sehr interessant, auch wenn es teilweise etwas ermüdend war, da die Vorentscheidung lange dauerte und das Turnier insgesamt vier Stunden andauerte.

Aber Friðrik aus Hveragerði beschwerte sich nicht, während er während der Pause seinen Kaffee trank. Er wird die Meisterklasse definitiv jeden zweiten Donnerstag live in der Ölfus-Reithalle mitverfolgen. „Die Turniere sind eine interessante Ergänzung zu allen anderen Aktivitäten in der Winterzeit, denn es macht viel Spaß die Meisterklasse mitzuverfolgen.“

Darauf, dass die Reiter ihre eigene Musik für die Vorentscheidung mitbringen, habe ich mich schon im Voraus sehr gefreut. Die Musik gibt den Vorstellungen ein persönlichen Flair. Während die meisten Reiter zu Rock-Musik ritten, entschied sich Bergur Jónsson mit Vakar frá Ketilsstöðum für den King of Pop mit dem Lied „You know I´m big, I´m bad, come on, you know it“. Der DJ bewies schliesslich guten Geschmack, als er die Finalisten im Schritt zum Rosaroten Panther reiten liess.

Ohne die anderen Reiter kritisieren zu wollen, möchte ich gerne noch die tolle Vorstellung von Anna Valdimarsdóttir mit Ketill frá Vakursstöðum aufgreifen. Sie glänzte durch Losgelassenheit, Zufriedenheit und viel Gelassenheit, bei gleichermaßen viel Ausdruck. Es gab keinerlei Anzeichen von Spannung, wie beispielsweise Schweifschlagen oder Sperren, wie man sie bei einigen höher bewerteten Vorstellungen sehen konnte. Anna saß vollkommen im Gleichgewicht und half Ketill dadurch sich optimal entfalten zu können. Ich war etwas traurig darüber, dass sie keine höhere Bewertung erhalten hatte.

Wie immer hatte jeder seine eigene Meinung zu den Bewertungen der Richter. Wir dürfen natürlich nicht vergessen, dass wir die Vorstellungen von einem völlig anderen Blickwinkel sehen und beurteilen können.

Aufgrund der guten Pferde und hervorragender Reitweise wollte ich in Sachen Notenvergabe nicht in den Schuhen der Richter stecken.

Lustig war es, als die Musik des Schönheitswettbewerbs von Island ertönte, während Sigurður Sigurðarsson auf dem obersten Treppchen seinen Pokal entgegennahm.

Viele hatten mit Sicherheit Tränen in den Augen während sie die Ölfus-Reithalle verliessen. Nach diesem Abend war die Seele erleichtert und der Durst nach Turniergeschehen gestillt.