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Konferenz mit dem Vorsitzenden der FEIF

21. janúar 2011 kl. 22:05

Jens Iversen, der Vorsitzende der FEIF

Konferenz mit dem Vorsitzenden der FEIF

Jens Iversen, der Vorsitzende der FEIF (Internationale Föderation Europäischer Island Vereine), hat Island nach einem kurzen Besuch und Gesprächen mit einigen Vormundschaften wieder verlassen. Unter anderem unterhielt er sich mit Vertretern des LH und BÍ, dem Pferdezuchtberater und dem Verwalter des Worldfengur. Zudem gab es eine Tagung, an der jeder teilnehmen durfte und bei der Jens die Arbeitsbereiche der FEIF vorstellte. Er erklärte den Besuchern welchen Zweck die FEIF hat und welche Ziele sie verfolgt und dass die Gesetze und Regelungen derzeit bearbeitet werden. Jens berichtet davon, dass der FEIF 60.000 Mitglieder in 476 Vereinen in 19 Ländern auf drei Kontinenten angehören. Es gibt um die sechs Millionen Pferde in Europa, die auf sechs Millionen Hektar stehen. Der Reitsport schafft um die 400.000 Vollzeitjobs und der Umsatz beträgt ca. 100 Billionen Euro pro Jahr. Der Islandpferdereitsport gehört mit 4% zu diesen Gesamtzahlen. Die FEIF macht sich Sorgen darüber, dass sich die Europäische Pferdewelt um 5% vergrössert hat, während sich der isländische in den letzten zwei Jahren gar nicht verändert hat. Das Islandpferd ist neben Island am meisten in Norwegen vertreten, wo es 18% aller Pferderassen ausmacht. In Dänemark sind es 14%, in Schweden 11% und in Deutschland 6%. In Island werden jedes Jahr 7.600 Fohlen eingetragen und in den anderen FEIF-Ländern 7.400.

Jens griff zudem das Thema auf, dass Island das Landsmót 2011 halten wird, das heisst im selben Jahr wie die Weltmeisterschaften. Er sagt, die FEIF versteht diese Entscheidung , allerdings denkt sie, die Islandpferdeszene sei nicht groß genug, um beide Ereignisse im selben Jahr auszutragen, vor allen Dingen nicht innerhalb von einem Monat. Die FEIF denkt, dass diese Entwicklung der Dinge unvorteilhaft ist und äußert daher ihre Bedenken dazu. Da sich 19 Länder in der FEIF befinden entschied sie sich dazu, ausschließlich die Weltmeisterschaften zu unterstützen. Er sagt, es ist wichtig, in die Zukunft zu blicken und diese großen Events so zu planen, dass sie die größten in der Islandpferdeszene werden und bleiben, in Zusammenarbeit mit der FEIF und des LH. Jens möchte das Gæðingakeppni in den FEIF-Ländern vorstellen. Es scheint so, als würden die Leute eigene Ansichten in diese Art von Turnierprüfung hineininterpretieren. Es wird stets viel über Tierschutz und korrekte Reitweise geredet und diese Punkte müssen dringend überarbeitet werden. Lösungen sind verbesserte Bildung und gut ausgebildete Richter, Reiter und Trainer. Innerhalb der FEIF wurde darüber diskutiert die Islandkandare auf Turnieren zu verbieten. Jens ist hingegen der Meinung, dass wir die isländische Reitweise und damit auch die Islandkandare unbedingt beibehalten sollten. Die Entscheidung hierüber muss jedoch von anderen Leuten getroffen werden, wobei es wichtig ist, dass diese genügend Gründe nennen können.
Jens war mit seinem Besuch in Island äusserst zufrieden und freut sich schon jetzt auf weitere Zusammenarbeit mit den Isländern.