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Wo sind die vierjährigen Stuten vom Vorjahr?

28. júlí 2010 kl. 13:16

Wo sind die vierjährigen Stuten vom Vorjahr?

Pferdezüchter sind unterschiedlicher Meinung, wenn man sie danach fragt, was mit den jungen Stuten passieren soll, nachdem sie eine gute Zuchtprüfung abgelegt haben. Viele Züchter möchten die Stuten so schnell wie möglich zur Zucht einsetzen, nachdem sie eine zufriedenstellende Materialprüfung abgelegt haben.

Vor allem wenn es sich um junge Stuten handelt, sind jedoch manche Züchter geduldig, geben ihnen mehr Zeit und stellen sie nochmals vor, wenn sie älter sind, in der Hoffnung höhere Noten zu erzielen und von sich Reden zu machen. Das Ziel vieler Züchter ist es zudem ihre Stuten am Landsmót vorstellen zu lassen und diejenigen, die in den Jahren dazwischen beurteilt werden, laufen oft erneut im Jahr darauf eine Zuchtprüfung, um sich für das Landsmót zu qualifizieren. Handelt es sich bei den Züchtern um Bereiter und Turnierreiter, so werden die Stuten teilweise auch im Sport eingesetzt. Nicht nur die Stuten machen sich so einen Namen, sondern auch die Reiter, welches sich positiv für beide Seiten bezahlt macht. Stuten, die erfolgreich im Turniersport laufen und zudem eine gute Zuchtprüfung abgelegt haben, werden manchmal entweder hier in Island oder sogar ins Ausland verkauft, da deren Wert zu diesem Zeitpunkt am höchsten ist. Es gibt kein richtig oder falsch, die Entscheidung wird vom Züchter oder Besitzer je nach dessen Lage getroffen. Trotzdem ist es spannend zu erfahren, was aus den jungen Stuten wird, die eine gute Prüfung abgelegt haben und daher beschloss Eiðfaxi sich ein wenig bei den Züchtern oder Besitzern umzuhören, deren Stuten im vergangenen Jahr zu den Höchstbeurteiltesten ihrer Klasse gehörten. Bei den Stuten handelt es sich um Ronja frá Hlemmiskeiði 3, Hrund frá Ragnheiðarstöðum und Skógardís frá Blesastöðum 1A.

Ronja frá Hlemmiskeiði war die höchstbeurteilteste vierjährige Stute 2009. Ronja ist aus der Zucht von Árni Svavarsson und Inga Birna Ingólfsdóttir und befindet sich nach wie vor in deren Besitz. Sie ist eine Tochter von Krákur frá Blesastöðum und Kjarnorka frá Hlemmiskeiði, einer Hrafn frá Holtsmúla Tochter. Ronja erhielt 8,11 für Gebäude, 8,40 für Reiteigenschaften und eine Gesamtnote von 8,29.

Wir unterhielten uns mit Árni Svavarsson und er sagte uns, dass Ronja eigentlich dieses Frühjahr erneut vorgestellt werden sollte, dies aber aufgrund der Influenza nicht möglich war. Derzeit befindet sich die Stute auf Blesastaðir im Training und soll Ende Juli in Gaddstaðaflatir vorgestellt werden.
Plan ist es sie erneut 2011 vorzustellen und sie dann für das hoffentlich stattfindende Landsmót zu qualifizieren. Als wir Árni fragten, warum er die Stute nicht gleich zur Zucht einsetzt, zögerte er nicht lange mit einer Antwort: „Ich mache das nur für mein Selbstbewusstsein, natürlich sollte eine solche Stute so schnell es geht zur Zucht eingesetzt werden.“ Schliesslich fügt er noch hinzu: „Hingegen wird auch unser Hof dadurch bekannt und es ist gute Werbung für uns und unsere Zucht. Zudem denke ich, dass eine Stute wie Ronja auf dem Landsmót laufen sollte.“ Nächstes Jahr soll Ronja dann aber auf jeden Fall auf Hlemmiskeið zur Zucht eingesetzt werden. Als wir ihn fragten, ob er sich schon für einen Hengst entschieden hätte antwortet er, dass sie sich noch nicht sicher sind.

Hrund frá Ragnheiðarstöðum war die Stute mit der zweithöchsten Gesamtnote bei den vierjährigen Stuten. Sie ist aus der Zucht von Helgi Jón Harðarson, dem die Stute zusammen mit Hjarðartún ehf (Óskar Eyjólfsson) gehört. Hrund ist eine Tochter von Orri frá Þúfu und Hending frá Úlfsstöðum, eine mit 8,47 geprüfte Jarl frá Búðardal Tochter, die vielen noch gut in Erinnerung ist. Hrund erhielt letztes Jahr 8,13 für Gebäude, 8,29 für Reiteigenschaften und 8,22 Gesamt.

Eiðfaxi unterhielt sich mit Helgi Jón und fragte ihn nach seinen Plänen mit Hrund. Die Stute wurde letztes Jahr nicht zum Hengst gebracht, da sie eigentlich diesen Sommer am Landsmót vorgestellt werden sollte. Die Pferdeinfluenza setzte dem einen Strich in die Rechnung und daher ist Hrund erst jetzt wieder im Training bei Erlingur Erlingsson in Langholt, der die Stute im Spätsommer in Hella vorstellen möchte. Geplant ist es, sie nach der Materialprüfung decken zu lassen. Diese Entscheidung fiel jedoch nicht leicht, schliesslich möchte man Stuten wie diese gerne am Landsmót laufen sehen. Da es ungewiss ist, wie sich die Influenza entwickelt und ob das Landsmót im nächsten Jahr wirklich stattfinden wird, wurde dieser Entschluss gefasst, schliesslich handelt es sich bei Hrund um eine mit Sicherheit sehr gute Zuchtstute. Zwei ihrer Geschwister werden hoffentlich im nächsten Jahr noch Aufsehen erregen, das sind Herjólfur frá Ragnheiðarstöðum, ein vierjähriger Gígjar frá Auðsholtshjáleigu Sohn, der letzten Winter angeritten wurde und die dreijährige Vollschwester von Hrund, die diesen Herbst angeritten werden soll. Es wäre natürlich spannend alle drei Geschwister für das Landsmót zu qualifizieren, denn dies ist sowohl eine gute Werbung für unsere Zucht, als auch für Hending als Zuchtstute.

Die Frage, die sich natürlich stellt ist, welchen Hengst Helgi für Hrund ausgesucht hat?
„Es kommen drei in Frage,“ sagt Helgi und fügt hinzu, „nein, eigentlich nur zwei, Héðinn frá Feti oder Krákur frá Blesastöðum.“  Und als wir Helgi fragten, wie er genau auf diese zwei Hengste kommt, antwortet er: „Ich finde Héðinn hat eine sehr gute Abstammung, vor allem da Baldur frá Bakka in seinem Stammbaum vorkommt. Ich hätte gerne einen Hengst, der diese Linie in sich trägt. Héðinn kann sehr schöne Farben vererben, Schimmel, Schecken und Windfarben und zudem gefällt er mir einfach persönlich sehr gut. Krákur hingegen ist ein geniales Zuchtpferd. Leicht gebaut, schön und mit unglaublich gutem Tölt.“

Skógadís frá Blesastöðum ist von Magnús Trausti und Hólmfríður und steht auf Blesastaðir 1A zur Zucht. Skógadís ist ein Nachkomme von Krákur, genau wie Ronja aber ihre Mutter ist die bekannte Tochter von Hrafn frá Holtsmúla, die namenhafte Þöll frá Vorsabæ II, die sich für die Züchter von Blesastaðir schon gut bewährt hat. Von sechs Nachkommen von Þöll, wurden alle Elite geprüft, außer einer Stute, die 7,96 erreichte und nur fünf Jahre alt war. Unter den bekannten Nachkommen von. Þöll sind andere Hengste wie Falur, Kiljan and Bjarkar frá Blesastöðum.

Wir haben mit Magnús von Blesastaðir telefoniert und dem Züchter einige Fragen über Skógadís gestellt. Wir waren nicht überrascht herauszufinden, dass sie vorhatten sie diesen Sommer zum Landsmót zu bringen. Heute wurde sie trainiert aber sie war lange krank und es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass sie diesen Sommer zur Materialprüfung vorgestellt wird.

Darüber hinaus planen sie nicht, sie diesen Sommer zu einem Hengst zu bringen. Es ist aber geplant sie nächstes Jahr beim Landsmót vorzustellen, wenn das Landsmót 2011 stattfindet. Es gibt auch noch die Idee sie schon früher bei einigen Shows, Events und auch bei einigen Turnieren vorzustellen. „Die Stute ist herrlich anzusehen und sie hat einen tollen Charakter um sie zu präsentieren und auf Turnieren vorzustellen. Nicht alle Stuten sind dafür geeignet, auch wenn sie gut sind. Nicht alle haben die Persönlichkeit, die zu Turnieren und solchen Veranstaltungen passt“, sagt Magnús und fügt hinzu „und dann kann man natürlich nicht leugnen, dass es von Bedeutung ist, dass sie von Krákur abstammt, ein Hengst, an den wir stark galuben und die beste Vorstellung für einen Hengst, sind seine guten Nachkommen.“

In der Vergangenheit haben wir nie gewartet und haben sie direkt nach der Materialprüfung zum Hengst gebracht. Manchmal haben wir sie dreijährig decken lassen und fünfjährig antrainiert. Aber jetzt haben wir so viele Stuten in unserem Zuchtbestand, dass wir es nach diesem Schema machen können. Ich kann nicht abstreiten, dass es viel Spaß macht mehr Zeit damit zu verbringen die besten Stuten zu trainieren und sie so besser kennen zu lernen.

Es kam die Idee auf diesen Sommer an ihr die Methode des Embryonaltransfers anzuwenden. Dies reizt besonders bei jungen Stuten, da man die Möglichkeit hat zu züchten und sie trotzdem weiter zu trainieren. Dies ist etwas was wir in den nächsten Tagen entscheiden werden.

Magnús denkt, dass der Trend mehr dahin gehen wird Stuten länger zu trainieren und sie häufiger vorzustellen. „Die meisten Leute sehen sich immer nur die best beurteiltsten Stuten näher an, weil deren Nachkommen bekannt sind und diese einfacher zu verkaufen sind.  Die Leute sehen diese Stuten anders an. Es wird auch einfacher sein mit einem jungen Hengst und diesen Stuten zu züchten und so einen kraftvollen Einstieg zu präsentieren  “

Offensichtilch hat Magnús viel über diese Faktoren nachgedacht und hatte ein Ziel im Kopf. Er sagt weiter „es ist nicht gut zu lange zu warten, Wert geht verloren, wenn gute Stuten trainiert werden, anstatt mit ihnen zu züchten. Ich habe es auch schon oft gesehen, dass es schwierig ist ausgewachsene Stuten zu decken, besonders die, die lange im Training und auf Turnieren vorgestellt wurden. Man sollte nie länger als sieben oder allerspätestens acht Jahre warten.  Es ist es natürlich auch für jeden Züchter wichtig, eine Attraktion zu haben, die den Züchter und der Hof präsentiert.“

Eiðfaxi dankt den Züchtern für das Gespräch und wünsch ihnen viel Glück in der Zukunft mit diesen tollen Stuten. Es wird spannend die Stuten und ihre Nachkommen weiter zu verfolgen und es ist gut zu wissen, dass hier in Island mit ihnen gezüchtet wird. 



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