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Von den Abschlussarbeiten der ersten BS Studenten

11. júní 2010 kl. 15:54

Von den Abschlussarbeiten der ersten BS Studenten

Die ersten Studenten in Pferdewissenschaften auf BS machen am kommenden Freitag ihren Abschluss. Das Studium ist zusammengelegt aus den Studiengängen der Universität Hólar und der Landwirtschaftlichen Universität in Hvanneyri. Zu dem Studium gehört unter anderem die Abschlußarbeit, welche 10 ECTS zählt und deren Thema die Studenten selbst auswählen dürfen.

Anbei einige Auszüge aus den Abschlußarbeiten der Schüler, die am 4.Juni ihr Studium beenden.

Brynjar Skúlason: Wachstum und Entwicklung des Islandpferdes. Dozent: Guðrún J. Stefánsdóttir

Ziel der Aufgabe war es, eine Übersicht über das Wachstum und die Größe des Islandpferdes zu erstellen. Diese bezieht sich auf Forschungen und neuen Vermessungen und die Maße wurden mit denen anderer Pferderassen verglichen. Die Maße der bei Zuchtprüfungen vorgestellten Islandpferde in den Jahren 1990 bis 2009 (Widerristhöhe, Länge, Brusttiefe) wurden zusammengetragen, sowie die der in Hólar vermessen Fohlen und Jungpferde in den Jahren 1996-2010 (Höhe, Länge, Brusttiefe, Brustbreite, Abstand der Kreuzhöcker, Abstand der Hüftgelenke, Brustumfang, Gewicht). Diese Maße wurden mit denen älterer Forschungen über das Wachstum des Islandpferdes verglichen. Von den bei Zuchtprüfungen vorgestellten Pferde sind Stuten im Durchschnit kleiner als Pferde (p<0,01). Sowohl Stuten, als auch Hengste die in den Jahren 2000-2004 geboren wurden sind größer, länger und hochbeiniger, als die Pferde aus den Jahren 1985-1989 (p<0,01). Stuten waren früher im Durchschnitt 136,6cm groß und sind mittlerweile durchschnittlich 139,8cm. Hengste haben ihre Durchschnittsgröße von 139,4cm auf 141,3cm erhöht. Durchschnittlich hat sich die Höhe mehr verändert, als Länge und Brusttiefe. Die Veränderungen können sowohl auf besseres Futter, als auch Zuchtfortschritte zurückzuführen sein.  Den Vermessungen von Hólar zufolge wachsen Jungpferde mittlerweile schneller, als noch vor einigen Jahren. Trotz des guten Wachstums nehmen die Pferde im Durchschnitt über die Wintermonate wenig zu, vor allem bei Jungpferden, die zwei und drei Jahre alt sind. Möchten wir das Wachstum weiter verbessern, dann müssen wir auf qualitativ hochwertiges Futter im Winter achten, sowie energiereiche Herbstweiden. Im ersten Jahr wachsen die Knochen der Fohlen am schnellsten und daher ist es wichtig, daß Fohlen und Mutterstuten sehr gutes Futter zur Verfügung steht. 

Einar Reynisson: Einfluß verschiedener Kopfeisen auf die Verteilung des Reitergewichts.
Dozent: Sveinn Ragnarsson

Die Abschlußarbeit bezieht sich auf die unterschiedlichen Sattelbäume und Kammerweiten in Bezug auf die Verteilung des Reitergewichts. Ebenso wurden die Gangarten und deren Einfluß begutachtet. Neun gesunde Islandpferde wurden für die Untersuchungen genommen und der Druck wurde mit Hilfe einer Satteldecke im Stillstand, Schritt, Trab und Tölt gemessen. Jede Vermessung dauerte dreißig Sekunden und der durchschnittlich ausgeübte Druck wurde für weitere Untersuchungen ermittelt. Es wurde nur ein Sattel benutzt, dessen Kammer durch Austausch des Kopfeisens verändert wurde. Für die Forschungen wurden drei verschieden weite Kopfeisen in der Kammer eingesetzt (M, MW und W). Je weniger Druck ausgeübt wurde, desto besser passte der Sattel. Fünf Pferden passte das weiteste Kopfeisen (W) am besten und drei Pferden das engste (M). Bei einem Pferd konnte kein Unterschied zwischen allen drei Kopfeisen gemessen werden. Die Pferde wurden in zwei Gruppen unterteilt, die M Gruppe und W Gruppe und untersucht wurde, wieviel Druck die engeren oder weiteren Kopfeisen ausüben. Der Gesamtdruck wurde ermittelt, sowie der Druck der in drei Teilen des Sattels entsteht (vorne, in der Mitte und hinten) um die Verteilung zu prüfen. Der Gesamtdruck war bei den verschiedenen Kopfeisen unterschiedlich. Bei weiteren Kopfeisen wurde vermehrter Druck auf dem vorderen und mittleren Teil gemessen und bei engeren vermehrter Druck auf dem vorderen Teil. Bei Messung des Gesamtdrucks in den verschiedenen Gangarten ergab sich, daß dieser im Trab am wenigsten war und es im Schritt und Tölt keinen Unterschied gab. Das Ergebnis der Studie ist, daß man durch Austausch des Kopfeisens Einfluß auf die Gewichtsverteilung und den Druck des Sattels haben kann. Der Gebrauch einer Druckmessdecke kann dabei behilflich sein, zu sehen, welcher Sattel welchem Pferd am besten passt. 

Sigríður Bjarnadóttir: Zustandsanalyse der Turnierpferde bei der KS-Meisterklasse.
Dozenten: Sveinn Ragnarsson, Höskuldur Jensson og Friðrik Már Sigurðsson

Ziel der Forschung war es den Puls des Islandpferdes im Ruhezustand zu messen und eine Zustandsanalyse von den Turnierpferden der KS-Meisterklasse 2010 in fünf Prüfungen zu vollführen. Der Puls wurde bei Schulpferden im Ruhezustand gemessen. In Zusammenhang mit den Turnieren wurde der Puls beim Aufwärmen gemessen und während der Prüfung, die Milchsäurebildung im Blut nach der Prüfung, sowie die Atmung vor und nach der Prüfung.
Der Puls bei einem Islandpferd im Ruhezustand beträgt durchschnittlich 39 Schläge pro Minute und kann zwischen 30 und 40 Schlägen variieren. Es gab keinen Zusammenhang zwischen dem Alter der Pferde und dem Puls im Ruhezustand. Die größten Belastungen wurden in der Geschicklichkeit und in den Passprüfungen gemessen. Der durchschnittliche Herzschlag war stark erhöht und es wurde viel Milchsäure gebildet. Hingegen war die Atmung nach diesen Prüfungen am ruhigsten. Nach den Vorentscheidungen hatten die Pferde einen höheren Pulsschlag, als nach den Endausscheidungen. Bei den Gangarten hatte das Pferd im Schritt am wenigsten Pulsschläge und im Rennpass am meisten, auch wenn der Unterschied zu den anderen Gangarten nur gering war. In der Töltprüfung war der Puls im starken Tempo am höchsten mit durchschnittlich 191 Schlägen pro Minute. Einen Zusammenhang ergab die Messung von Milchsäure im Blut mit dem Puls während der Prüfung und der Atmung nach der Prüfung. Bei hohem Pulsschlag stieg auch der Milchsäureanteil im Blut. In Verbindung mit hoher Milchsäurebildung stand auch die langsamere Atmung nach dem Turnier. Die Pferde arbeiteten im Durchschnitt über ihrem Milchsäuregrenzwert, der 4 mmol/l beträgt. Ein hoher Puls und viel Milchsäurebildung gab zu erkennen, daß das Pferd über seine Grenzen hinaus über das sauerstoffunabhängige System arbeitet.

www.holar.is / Sólrún

 



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