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Schwerwiegende Pferdeinfluenza - Mette Mannseth

11. maí 2010 kl. 19:44

Schwerwiegende Pferdeinfluenza - Mette Mannseth

Die Pferdeinfluenza ist mittlerweile in fast allen Ställen Islands im Gange und schwerwiegender, als zuerst gedacht. Bei manchen hält der Husten nun schon knapp zwei Monate an und die Pferde sind nach wie vor sehr krank.

Viele fragen sich, welche Folgen die Krankheit mit sich bringen kann und wie man kranke Pferde nach ihrer Genesung wieder antrainiert.

Zudem ist es fraglich, ob Leute kranke Pferde transportieren sollten und dadurch den Husten weiter verbreiten. Natürlich dürfen kranke und/oder erschöpfte Pferde weder an Turnieren, noch Zuchtschauen teilnehmen. Man sollte stets an die Gesundheit der Pferde denken und nicht unüberlegt handeln.

Mette Mannseth, Reitlehrerin auf Hólar, erzählt, daß die Influenza ihr einen Strich in die Rechnung gesetzt hat.


Wie ist der Stand der Dinge bei dir?

Bei uns husten mittlerweile alle Pferde im Stall. Die Pferde sind vielleicht nicht sehr krank, aber man kann sie nicht reiten. Seit Anfang April haben wir das Training bei uns eingestellt. Von 40 Pferden haben 5-6 auch Fieber bekommen, ansonsten sind die Anzeichen nicht sehr eindeutig.

Ich habe von vielen Bereitern gehört, daß es bei ihnen damit anfängt, daß die Pferde sehr erschöpft sind, sie Nasenausfluß haben und später anfangen zu husten. 1-2 Pferde husten und nach kurzer Zeit werden es immer mehr. Wenn 1/3 der Pferde krank ist, dann werden auf einmal alle krank.

Unsere Pferde erholen sich nun langsam. Ich hatte mit einigen wieder leicht angefangen, allerdings hat sich ihr Zustand nach einer Woche stark verschlechtert und einige haben starkes Fieber bekommen. Es ist daher sehr wichtig vorsichtig an das Training heranzugehen. Wir kümmern uns so gut es geht um die kranken Pferde, messen die Temperatur, decken sie ein und sehen zu, daß sie frische Luft bekommen und trocken bleiben.

Wenn wir wieder mit dem Training beginnen, dann gehen wir erst mit den Pferden Spazieren, später fangen wir dann mit Reiten im Schritt an. Es ist sehr wichtig, daß man die Pferde nicht überfordert, denn fast alle sind nach der Krankheit sehr schlapp und haben keine Ausdauer.

Es ist natürlich sehr schwer, zu Hause zu sitzen und die Pferde stehen zu lassen. Aber meiner Meinung nach geht die Gesundheit vor, auch wenn man in den nächsten Monaten nicht an Turnieren oder Zuchtschauen teilnehmen kann. Wenn man die Pferde zu früh wieder beansprucht, dann kann es sein, daß sie chronische Atemwegsprobleme bekommen.

Was ist deine Meinung dazu, daß manche Leute sich die Krankheit “holen” wollen?
Ich möchte alle davor warnen, sich diese Krankheit zu holen, denn sie hält sehr lange an und ist schwerwiegend. Tierärzte brichten zudem davon, daß Pferde, die draußen an der frischen Luft stehen, bessere Genesungschancen haben.

Welchen Einfluß hat die Krankheit auf den Unterricht in Hólar?
Wir haben die Abschlußprüfung der Schüler aus dem ersten Jahr mit ihren eigenen Pferden abgesagt. Bei den Schülern im zweiten und dritten Jahr haben wir versucht die Prüfungen zu verschieben. Es ist alles etwas kompliziert und wir müssen versuchen alles neu zu organisieren.

Wir bedanken uns bei Mette für das Gespräch und hoffen, daß die infizierten Pferde sich schnell erholen und keine weiteren Pferde erkranken.