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Oh meine schöne Stadt – Brief von Ágúst Sigurðsson

28. janúar 2010 kl. 19:33

Oh meine schöne Stadt – Brief von Ágúst Sigurðsson

Ich bin oft unterwegs in unsere Hauptstadt Reykjavík. Es gibt immer wieder einen Grund, sei es wegen der Arbeit oder anderen Dingen, die es zu erledigen heißt, denn schließlich lebt dort der Großteil der isländischen Bevölkerung. Reykjavík ist das Zentrum von Regierung, Handel und nicht zuletzt auch von Kultur. Dort gibt es die meisten Theaterhäuser Islands, sowie Kinos, Diskotheken und Fußballstadien. Nahe beeinander sind das isländische Sinfonieorchester und das Einkaufszentrum Smáralind, das Fußballstadion Kaplakriki und das Café Kaffivagninn am Hafen der Stadt. Dort herrscht die typische Hektik und der Trubel einer Großstadt. Aber ich habe sie gern, meine Stadt – Reykjavík.

Aber auch wenn ich sie mag, unsere Hauptstadt, so bin ich von Natur aus doch eher der Landmensch. Draußen auf dem Lande fühle ich mich wohl, sei es im Stall oder auf der Weide. Ich kenne den Zauber der Landschaft und möchte, daß sie mit ihrer stärksten Seite zur Geltung kommt. Daher habe ich beschlossen folgenden kurzen Text zu verfassen.

Ich habe erfahren, daß zur Debatte steht, das Landsmót 2012 in Reykjavík auszutragen. Sollte das Turnier tatsächlich in der Hauptstadt stattfinden, so denke ich, ist dies nicht zeitgemäß. Diese Veranstaltung ist nicht in einer Großstadt zu Hause, sondern auf dem Land. Genau wie Einkaufszentren und Sinfonieorchester nicht auf dem Land zu Hause sind, so ist es das Landsmót nicht im Víðidalur. Es gibt keinen Grund das Turnier in der Großstadt zu ziehen, wenn es woanders besser aufgehoben ist. Warum sollte eine Oper in einem Strohhaus stattfinden, wenn die Metropole so nah ist? Das Landsmót ist auf dem Land zu Hause!

Ágúst Sigurðsson
, Kirkjubæ