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Materialprüfungen auf der Ovalbahn

26. ágúst 2010 kl. 23:28

Materialprüfungen auf der Ovalbahn

Wie viele der Zuschauer bereits gemerkt haben, laufen die Zuchtprüfungen in Gaddstaðaflatir sowohl auf der Pass- als auch auf der Ovalbahn ab. Die Reiter müssen die Pferde zwei Runden auf der Ovalbahn vorstellen, die als vier Bahnen gelten. Im Anschluss daran werden die letzten sechs Bahnen auf der Passbahn geritten. Der zweite Durchlauf findet schliesslich wie gewohnt statt.

Die Reiter sind unterschiedlicher Meinung zu dieser neuen Form. Im Vorjahr gab es bereits einen Probelauf und viele Reiter und Pferdebesitzer äußerten sich positiv über diese Art von Materialbeurteilung, auch wenn der ein oder andere sie natürlich kritisierte.

Guðlaugur Antonsson berichtete, dass bei der FEIF um Genehmigung gebeten wurde, die Materialprüfung schließlich in dieser Form auszuführen und dass die Noten offiziell gelten. Dies wurde genehmigt und daher findet nun das erste Mal eine Zuchtprüfung zum Teil auf der Ovalbahn statt.

Als wir Guðlaugur nach dem Grund fragten, erklärte uns dieser, dass die Zuchtprüfung auf der Ovalbahn unter anderem interessanter für die Zuschauer sind, da diese viel weniger Zeit in Anspruch nimmt. Er berichtet uns davon, dass die Zuchtprüfungen im Ausland teilweise bereits auf der Ovalbahn stattgefunden haben und dass früher auf der staatlichen Hengsstation in Gunnarsholt die zweiten Durchläufe oft auf Ovalbahnen durchgeführt wurden. Fortschritte können nur erzielt werden, wenn die Leute bereit dazu sind, Neues auszuprobieren, sagt Guðlaugur zum Schluss.

Bei den Pferdezüchtern gehen die Meinungen stark auseinander. Viele denken, dass sich gerade junge Pferde auf der Passbahn besser entfalten können, da sie noch nicht das Gleichgewicht haben, um gut in den Kurven laufen zu können.

Manche kritisieren die äusseren Einflüsse auf die Bewertung der Zuchtpferde, da diese den Zuchtwert beeinflussen können.

Es gibt aber auch Leute, die den Versuch positiv bewerten, da sie denken, dass die Pferde ihre guten Eigenschaften besser entfalten können. Sie sagen, man sollte Neuerungen positiv entgegen sehen, denn eine negative Einstellung kann keinen Fortschritt mit sich bringen. Zudem gibt es Pferde, die unglaublich hohe Bewertungen bei einer Materialprüfung erzielt haben, beispielsweise für den Tölt, und dann im Turniersport kaum über dem Durchschnitt laufen. Eine Beurteilung auf der Ovalbahn könnte diesem entgegen wirken.

Betreffend der Beurteilung von jungen Pferden, so sind viele der Meinung, dass es zur Grundausbildung des Islandpferdes gehört, dass es lernt sich zu tragen und Kurven zu gehen, und es daher kein Problem sein sollte. Betreffend der Belastung liegt die Entscheidung in der Hand des Reiters, nämlich ob er das Pferd an den langen oder kurzen Seiten zu Höchstleistungen auffordert.

Wichtig ist, dass die Ergebnisse des Versuchs im Anschluss richtig ausgewertet werden, dass sie bekannt gegeben werden und dass beschlossen wird, wie in Zukunft vorgegangen werden soll.

Ganz eindeutig wird, dass die Meinungen in verschiedene Richtungen gehen. In der Kommentar-Box unterhalb dieses Textes ist es den Lesern möglich, ihre eigene Meinung bekannt zu geben.