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Können Zuchtschauen genügend Unterhaltung für einen ganzen Abend bieten?

27. ágúst 2010 kl. 00:02

Können Zuchtschauen genügend Unterhaltung für einen ganzen Abend bieten?

Vor ein paar Tagen haben die Mitglieder des Sörli Vereins zu einem sehr netten Event geladen, dem „Sommer-Tölt“, der ein einmaliges Tölt-Turnier ist, welches einen ganzen Abend füllt. Sie sind zur Erkenntnis gelangt, dass man so ein Turnier auch unter der Woche halten kann. Kurz und auf den Punkt. Wir möchten diese Möglichkeit nutzen, um ihnen für diesen tollen Abend zu danken. Aber wie wäre es diese Idee einen Schritt weiter zu bringen und sie auch für andere Veranstaltungen, wie zum Beispiel  Zuchtschauen, zu nutzen? 

Begrenzte Entwicklung statt erfolgreicher Anläufe? Ohne Zweifel, dies lässt uns darüber nachdenken, dass sich die Turnierlandschaft in Island in den letzten dreißig Jahren kaum entwickelt oder angepasst hat. Meistens, wenn es um Turniere geht, füllen diese eine ganze Woche und werden nicht als ein- oder zweitägige Veranstaltung abgehalten.

Die Methode Turniere in regelmäßigen Abständen im Sommer abzuhalten wurde von einem Pass-Club als Tradition eingeführt. Sie veranstalten die Turniere stets im Sommer, unter der Woche und am Abend. 

Für Pferdeinteressierte ist es ideal die Möglichkeit zu haben, Turniere, Zucht- und Materialprüfungen abends zu besuchen. Wie etwa zu einem Fußball-Spiel oder ins Kino zu gehen.

Deshalb hoffen wir möglichst viele Menschen für diese Art der Turnieraustragung zu begeistern und ganz besonders Veranstalter dazu zu bewegen ihre Turniere in dieser regelmäßigen, über den Sommer verteilten Form abzuhalten. Vielleicht mit einer besonderen Veranstaltung am Ende der Saison.

Wenn dies zu einer Tradition würde, gibt es kaum Zweifel daran, dass es sehr beliebt sein würde an warmen Sommernächten schönen Töltpferden zuzusehen, bei einer Veranstaltung, die nicht länger als zwei Stunden dauert.

Wie sieht es mit Zuchtschauen aus?

Diese Idee könnte sich auch für Zuchtprüfungen durchsetzen. Warum ist es notwendig diese Art des Turniers so in die Länge zu ziehen? Mit großen Shows und hunderten von Pferden. Pferdeinteressierte, die alle Pferde sehen möchten, müssen sich Urlaub nehmen um alle Pferde zu verfolgen. Auch die Veranstalter müssen extrem gut planen um duzende von Pferden in so kurzer Zeit vorstellen zu können.

Wäre es nicht möglich auch Zuchtschauen als einmal die Woche stattfindende Veranstaltung den ganzen Sommer hindurch zu halten?

Zum Beispiel könnten die Beurteilungen der Zuchtpferde jeden Mittwoch stattfinden. Sie könnten zwischen verschiedenen Orten rotieren, Hella– Selfoss – Víðidalur – Hafnarfjörður, jeden Monat einmal an jedem Ort. Der erste Durchlauf  würde am Tag stattfinden und der zweite am Abend. Auf diesem Wege würde der Stress für diejenigen, die vom trainieren und vorstellen der Pferde leben sehr reduziert werden. Züchter hätten die Möglichkeit ihr Pferde präziser dann vorstellen zu lassen, wenn das Pferd in Idealform ist. Die Belastung die beide, Pferd und Reiter in dieser Zeit der Zuchtprüfungen durchleben, würde abnehmen oder sogar verschwinden.

Als ein weiteres Argument für diese Art von Veranstaltung kann man die Zuchauerfreundlichkeit angeben. Interessierte Beteiligte könnten schnell ausmachen, welche Pferde an welchem Abend vorgestellt werden und so genau die Pferde sehen, für die sie sich interessieren.

Auch wenn alle Beispiele, die hier genannt wurden, für Gebiete im Süden Islands vorgeschlagen wurden, ist es natürlich ein leichtes sie auf andere Gebiete des Landes zu übertragen. Zweifellos könnten natürlich auch weiterhin begeleitend zu diesen abendlichen Turnieren die klassischen mehrtägigen Veranstaltungen stattfinden. Immerhin ist dies eine Idee, über die es wert ist nachzudenken.