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Hufschmiede gehen ins Ausland

11. júní 2010 kl. 16:52

Hufschmiede gehen ins Ausland

Aufgrund der Pferdeinfluenza befinden sich derzeit nur wenige Pferde im Training. Dies wirkt sich nicht nur negativ auf alle Pferdetrainer aus, sondern unter anderem auch auf die Hufschmiede.

Viele Schmiede nehmen oft über die Herbstmonate, in denen es eher wenig Arbeit für sie gibt, andere Jobs an, aber dies wird sich in diesem Jahr wohl auch schwierig gestalten.

Der Hufschmied Óskar Jóhannsson ist einer derjenigen, der Island für einige Zeit übergibt und sich derzeit auf der Fähre nach Dänemark befindet.

Warum gehst du nach Dänemark?
„Ich habe meine Ausbildung zum Hufbeschlagsschmied von 2002-2006 bei Per Munch in Dänemark gemacht. Ich wohnte in Skals auf Jütland und kenne daher viele Islandpferdeleute in ganz Dänemark. Ich habe mich mit einigen Bekannten unterhalten und alle sagten, daß ich unbedingt kommen sollte, denn es gäbe genug zu tun.”

Sind das alles Islandpferde, die du dort beschlagen wirst?
„Ja, zum größten Teil. Während meiner Ausbildung habe ich aber auch viele Pferde anderer Rassen beschlagen, wenn das Interesse da ist, dann ist das für mich also auch kein Problem.”

Und wo wirst du wohnen?
„Mein Freund Bo Juncher und seine Familie auf Amhøj haben mir angeboten bei ihnen zu wohnen. Er ist ein Bauer, hat Schweine und nebenbei noch ein paar Islandpferde.”

Warum fährst du mit der Fähre ins Ausland?
„Hauptsächlich deshalb, da ich mit einem Kleinbus unterwegs bin, wo ich mein ganzes Beschlagszeug drin habe. Es wäre etwas kompliziert dies alles mit ins Flugzeug zu nehmen.”

Und hast du die ganzen Werkzeuge und das Zubehör vor deiner Abreise desinfizier?
„Ja, das habe ich. Das war aber auch keine einfach Sache. Ich wollte mich beim Ernährungsinstitut erkundigen, wie ich am besten vorgehen soll. Die Leute konnten mir nicht wirklich weiterhelfen. Ich habe also mein Auto und meine Werkzeuge sehr gründlich desinfiziert, die Leute vom Institut konnten mir aber keine Bescheinigung geben. Ich habe also bei dem Tierarzt Helgi Sigurðsson angerufen, der deren Arbeitsverhalten sehr fragwürdig fand. Er bat mich also zu ihm in die Tierklinik zu kommen. Dort wurde alles erneut desinfiziert und ich habe im Anschluß eine Bescheinigung von MAST bekommen, nachdem Helgi mit den Leuten dort geredet hat. Meine Beschlagskiste hatten sie zu bemängeln, da diese aus Holzplatten besteht und schwer zu desinfizieren ist. Ich habe diese also ausgetauscht und mir eine neue besorgt. Ich finde es nicht gut, daß die Leute vom Ernährungsinstitut selbst nicht wissen, wie vorzugehen ist, vor allem wenn man sein Bestes gibt und versucht die Regeln zu befolgen.”

Eiðfaxi wünscht Óskar viel Erfolg in Dänemark!