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Grænhóll/Auðsholtshjáleiga bekam den Landwirtschaftpreis 2010

1. mars 2010 kl. 12:47

Grænhóll/Auðsholtshjáleiga bekam den Landwirtschaftpreis 2010

Jón Bjarnason, Landwirtschafts- und Fischindustrieminister, überreichte den Bauern auf Hraun im Skaga und Grænhóli im Ölfus den Landwirtschaftspreis 2010. Die Trophäen sind Werke des Goldschmiedes und Steinhauers Ívar Björnsson. Der Minister betont, daß der Erhalt des Preises auf Erfolg in dem jeweiligen Landwirtschaftsbereich hinweisen soll.

Anbei die Rede von Jón Bjarnason über die beiden Höfe:

Hraun á Skaga
Der Name dieses Hofes ist den Landsleuten seit bereits 70 Jahren ein Begriff, denn die Wetterberichte im Radio werden von Hraun á Skaga ausgesendet. Die Wetterstation auf Hraun ist seit 1942 in Betrieb. Hraun liegt im Skagafjörður und ist einer der Vorreiter in dieser Branche. Die Ländereien gehen bis an das Meer heran und es gibt dort viele Seen, die zum Angeln einladen. Das Land besteht sowohl aus Wiesen, Geröll, als auch Moorlandschaften. Hraunsmúlinn heißt die grasbewachsene Landzunge, die sich in das Meer hinein erstreckt und wo viele Vögel ihre Brutplätze haben. Unter anderem kam dort, ganz in der Nähe des Leuchtturms Skagartáviti, auch im vergangenem Jahr ein Eisbär an Land.

Das Land ist schwer zu bewirtschaften, aber es gibt gute Ressourcen, was bedeutet, daß die Bewohner, sich das zu Nutze machen müssen, was ihnen zur Verfügung steht.

Im Jahr 1914 begann das Ehepaar Steinn Sveinsson und Guðrún Kristmundsdóttir die Landwirtschaft auf Hraun. Neben der Arbeit zu Hause ging Steinn zudem mit einigen Nachbarn auf See und um zu Fischen oder auch Haifische zu fangen. Das Ehepaar beschloss einen Brutplatz für Vögel herzurichten, um die Federn zu sammeln und zu verkaufen, denn 1914 gab es nur drei Familien, die dies machten. Im Jahr 1953 zog Rögnvaldur, zusammen mit seiner Frau Guðlaug Jóhannsdóttir, auf den Hof seiner Eltern. Hauptsächlich züchtete die Familie Schafe, sie hatte aber auch einige Kühe zur Selbstversorgung und die Daunen. Rögnvaldur und Guðlaug begannen schließlich mit der Wetterstation und betreiben diese bis zum heutigen Tag.

Später begann deren Sohn, Steinn, zusammen mit seiner dänischen Frau Merete Kristiansen Rabölle, die 1991 nach Island kam, den Hof zu betreiben. Auch die anderen Söhne des Ehepaars halfen ihren Eltern, wenn sie Zeit hatten, bei den anfallenden Arbeiten. Steinn und Merete kümmerten sich hauptsächlich um die Schafzucht, während Rögnvaldur und Guðlaug sich mit Erfolg um den Daunenverkauf kümmerten.

Heute wohnen Steinn und Merete, zusammen mit ihren drei Kindern, auf Hraun. Ebenso wie Rögnvaldur und Guðlaug, sowie deren Sohn Jóhann, der sich dort ein neues Wohnhaus gebaut hat. Dieser fährt den Schulbus und hilft ansonsten bei allen anfallenden Arbeiten auf dem Hof. Mittlerweile besitzt der Hof 400 Mutterschafe und die Brutplätze geben jährlich ca. 50kg Daunen ab. Teilweise vermieten die Bewohner ihre Seen zum Angeln und Rögnvaldur und seine Söhne fahren zudem ab und zu auf ihrem kleinen Fischerboot auf See um mit dem Netz Fische zu fangen. Merete arbeitet zudem als Postzusteller und fährt vier Tage in der Woche die Post von Sauðárkrókur aus zu den Bauernhöfen in der Umgebung.

Neben Steinn und Jóhann haben Rögnvaldur und Guðlaug noch zwei weitere Söhne. Jón wohnt zusammen mit seiner Familie in der Nähe von Blönduós und Gunnar wohnt mit seiner Familie auf Löngumýri im Skagafjörður.  Zum jährlichen Schafabtrieb oder zum Daunen sammeln, kommen die Brüder gerne mit ihren Familien nach Hraun und helfen ihren Eltern und Geschwistern bei der Arbeit.

Für dieses schöne isländische Zuhause, die optimale Nutzung der Gegebenheiten und Ressourcen, sowie gute Landwirtschaft erhält Hraun á Skaga den Landwirtschaftspreis 2010.

Pferdezuchthof Grænhóll im Ölfus
Das Ehepaar Gunnar Arnarson und Kristbjörg Eyvindsdóttir sind bereits seit jungen Jahren dem Pferdesport verfallen und machten Reiterei zu ihrem Beruf. Anfangs haben sie viele Pferde eingeritten und trainiert, sowie mit Erfolg auf Zuchtvorstellungen und Turnieren vorgestellt.

Zudem hat Kristbjörg über viele Jahre, hauptsächlich beim Verein Fákur, Reitunterricht gegeben und sich um die Jugendarbeit gekümmert. Gunnar und Kristbjörg begannen schließlich mit einer Exportfirma für Islandpferde, die sich auch nach wie vor mit Erfolg betreiben.

Die Pferdezucht betreiben Gunnar und Kristbjörg seit mittlerweile knapp dreißig Jahren. Sie begannen im kleinen Stil und haben sofort Wert auf Qualität vor Quantität gelegt, wodurch sie schon früh die Basis für ihre sehr gute Zuchtstuten legten.

Neben Gunnar und Kristbjörg arbeiten auch deren Kinder, Þórdís Erla, die bereits die dreijährige Hólar Ausbildung abgeschlossen hat, und Eyvindur Hrannar, der Betriebswissenschaften an der Universität Islands in Reykjavík studiert, am elterlichen Hof.

Der Hauptsitz des Hofes befindet sich mittlerweile auf Grænhóll im Ölfus. Die von Gunnar und Kristbjörg gezüchteten Pferde tragen aber nach wie vor den Namen “frá Auðsholtshjáleigu”, denn dies ist der Hof, den sie zusammen mit Kristbjörgs Vater, Eyvindur Hreggviðsson und ihren Geschwistern besitzen.

Gunnar und Kristbjörg kauften den Hof Grænhóll vor zehn Jahren und haben dort alle Ställe mittlerweile renoviert. Auf Grænhóll haben sie Platz für 50 Pferde in großräumigen Boxen und zudem können sie auch nach wie vor die Ställe auf Auðsholtshjáleigu benutzen. Auf ihrem Land stehen zudem die Stuten, Hengste und Jungpferde auf weitläufigen Koppeln. Die beiden besitzen ein schönes Wohnhaus auf Grænhóll und haben 2007 eine Reithalle gebaut. Letzten Herbst wurde zudem eine Oval- und Passbahn angelegt und Reitwege rund um ihr eigenes Land abgezäunt. Der Hof macht sowohl äußerlich, als auch in den Innengebäuden einen sehr gepflegten und vorbildlichen Eindruck.

Was die Pferdezucht von Auðsholtshjáleiga betrifft, so wurde von vornherein nur mit den besten Stuten und Hengsten gezüchtet. Die Anzahl der Fohlen wurde ist von Jahr zu Jahr gestiegen, was sich aber nicht in der Qualität niedergeschlagen hat.

Jedes Jahr werden viele Pferde von Auðsholtshjáleiga erfolgreich bei Zuchtprüfungen vorgestellt. Kein Wunder, daß der Hof bereits zehn Mal zum Zuchthof des Jahres nominiert wurde und viermal, 1999, 2003, 2006 und 2008, den Titel mit nach Hause nehmen konnte.

Für ihre geleistete Arbeit, die gepflegten Anlagen, die Zucht des Islandpferdes und seine Vermarktung erhalten Kristbjörg Eyvindsdóttir und Gunnar Arnarson, auf Grænhóll im Ölfus den Landwirtschaftspreis 2010.

/www.bondi.is



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