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Expertenmeinungen in der Weihnachtsausgabe – Ergebnisse der Untersuchungen bedenklich

7. desember 2011 kl. 20:11

Expertenmeinungen in der Weihnachtsausgabe – Ergebnisse der Untersuchungen bedenklich

Eiðfaxi hat eine kleine Gruppe von Berufsreitern eingeladen um mit ihnen einige aktuelle Themen zu diskutieren. Zu Gast waren Anton Páll Níelsson, Hinrik Bragason, Mette Manseth und Þorvaldur Árni Þorvaldsson, alle vier haben langjährige Erfahrung im Training und Unterricht erteilen und nehmen zudem an Turnieren und Zuchtschauen teil.

Das Treffen war sehr interessant und informativ und nach der Diskussionsrunde haben die vier uns noch einige Fragen beantwortet.  Unter anderem interessierte uns ihre Meinung zum Verletzungsreport, der nach dem Landsmót 2011 erschienen ist.

Das komplette Interview ist in der Weihnachtsausgabe von Eiðfaxi erschienen. Das Online-Magazin ist bereits abrufbar und die Abonennten erhalten ihre Zeitschrift Mitte nächster Woche. Es ist zudem möglich die Weihnachtsausgabe hier im Online-Shop zu kaufen.

Der Reiter trägt die Verantwortung für das Wohlergehen des Pferdes 

Hinrik Bragason: „Natürlich ist es unerfreulich, dass es überhaupt zu Verletzungen bei den Turnierpferden kam. Die Kontrolle der Tierärzte und die Eintragungen sollten dazu führen, dass die Reiter sich darüber Gedanken machen, wie sie Verletzungen zukünftlich vermeiden können.“

Anton Páll Níelsson: „ Diese Ergebnisse/Fakten sind absolut inakzeptabel und werfen einige Fragen auf. Wir müssen uns fragen wohin wir gekommen sind und wo wir in Zukunft mit unserer Reiterei hin wollen.
Wir müssen alle gemeinsam an denselben Zielen arbeiten, also sowohl Richter, Reiter, Pferdebesitzer, Zuschauer, als auch die Organisatoren von Turnieren und Zuchtschauen.
Es ist wichtig, dass wir überdenken, was wir für gut und schön befinden und welche Methoden wir zulassen, damit diese Ziele erreicht werden.
Der Reiter ist für das Wohlergehen des Pferdes verantwortlich.
Eine richtige Kommunikation zwischen Reiter und Pferd ist eine Kunst, ein Pferd schlecht zu behandeln ist hingegen kinderleicht.“

Mette Manseth: „ Diese Tatsache ist ganz und gar nicht gut und wir müssen unbedingt etwas unternehmen. Ein Pferd sollte niemals Verletzungen davontragen, erst recht nicht bei einem Turnier oder einer Zuchtschau.

Soweit ich weiß, besagt das Reglement, dass ein Pferd unverletzt sein muss, wenn es an einer Prüfung teilnehmen soll, aber dies scheint wohl ein Missverständnis zu sein. Ich denke, dass die Reiter vieler Pferde, die Verletzungen am zahnlosen Teil des Kiefers gar nicht wahrgenommen haben, da dort nur selten jemand nach Verletzungen sucht. Dies wird sich ändern, wenn die Reiter bessere Informationen über die Ausrüstung erhalten. Mit Sicherheit möchte niemand sein Pferd gewollt verletzen. Ein Gebiss, welches beispielsweise eine Zungenfreiheit hat, nimmt beispielsweise den Druck von der Zunge weg, verteilt ihn aber genau auf die Kieferknochen rechts und links, die viel empfindlicher sind.“

Þorvaldur Árni Þorvaldsson: „Der Verletzungsreport nach dem Landsmót 2011 sollte uns zu denken geben. Wenn wir uns Pferdefreunde nennen, dann sollte das Wohlergehen des Pferdes bei uns allen an erster Stelle stehen, schließlich tragen wir unheimlich viel Verantwortung für die Tiere. Der Reiter sollte stets darum bemüht sein, dass sein Pferd keine Verletzungen davon trägt. Es ist schlimm, dass manche Reiter nicht mal davon wissen, dass ihre Pferde beispielsweise Verletzungen im Maul haben.“