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Die Asche gleicht einem Betonteppich

22. apríl 2010 kl. 14:12

Die Asche gleicht einem Betonteppich

Die Asche aus dem Vulkan unter dem Eyjafjallajökull hat viele Bauernhöfe in ein tristes Grau verwandelt. Über einigen liegt sie wie ein schwerer Betonteppich. Der Schaden ist nicht nur materiell, sondern auch ideell. Viele Weiden, die unter der Asche liegen, können dieses Jahr nicht bewirtschaftet werden.

Den Tieren hingegen geht es den Umständen entsprechend gut. Die Bauern haben die meisten Pferde, die sie nicht selbst im Stall unterbringen konnten, in andere Landesteile transportiert, um sie vor dem Ascheregen zu schützen. Einige Bauern mußten allerdings Pferde und andere Nutztiere erlegen, da sie keine Möglichkeit hatten, sie in den Stall zu holen.

Die gute Nachricht ist, daß der Vulkan nun weniger aktiv ist und deutlich weniger Asche spuckt (nach mbl.is). Trotzdem gibt es keine Hinweise darauf, daß der Vulkan sich in absehbarer Zeit beruhigen wird, denn nach wie vor gibt es in der Region viele Erdbeben, die auf die Vulkanaktivität hinweisen.

Nach Angaben der Tierärzte sind vor allem tragende Stuten und Jungpferde empfindlich für den Aschestaub, der durch Gras oder Wasser aufgenommen werden kann. Das in der Asche enthaltene Fluorid ist in dieser Menge äußerst schädlich für Zähne und Knochen und verursacht einen Kalkmangel, da es den Kalk im Körper bindet. Bei Tieren, die viel Asche aufgenommen haben, wird eine Lahmheit bemerkbar, da der Knorpel an den Gelenken schwindet und die Muskeln durch den Kalkmangel ihre Verbindungskraft zu den Gelenken verlieren. Desweiteren werden die Atemwege durch das Einatmen der Staubpartikel verletzt und können sich entzünden, ebenso wie der gesamte Verdauungstrakt, sowie Niere und Leber.

Die Asche ist sehr gefährlich für die Atemwege von Pferd und Mensch. Einmal in die Lunge gekommen, kann sie über viele Jahre Astma verursachen.

 

Hinweise des Institus für Lebensmittelwissenschaften:

 

 

Ascheregen

·      Die Tiere sollten keinesfalls dem Ascheregen ausgesetzt sein. Sie müssen in den Stall gebracht werden, oder an einen anderen Ort

·      Den Tieren muß klares Trinkwasser zur Verfügung stehen. Auch das Bergwasser aus den Leitungen sollte geprüft werden. Tiere, die sich auf der Weide befinden, sollten nicht aus Pfützen oder Gewässern trinken.

·      Tiere, die sich im Freien befinden sollten gutes und viel Futter zur Verfügung gestellt bekommen, ebenso sollten sie Zugang zu Salz haben. Wichtig ist, daß sie so wenig vom Boden fressen, wie möglich. Nach Möglichkeit sollte so wenig Asche wie möglich auf das Futter fallen.

·      Man sollte dafür sorgen, daß keine Asche in die Ställe gelangt.

·      Dieselben Vorkehrungen gelten auch für Haustiere. Sie sollten nicht aus Gewässern und Pfützen trinken und sich so viel wie möglich im Haus aufhalten.


Flutgefahr

·      Man muß beurteilen, ob die Tiere im Stall besser aufgehoben sind, oder draußen auf den Weiden

·      Es muß garantiert sein, daß die Tiere sich vor einer Flutwelle in Sicherheit bringen können.

 

Unfall oder Krankheit

·      Sollte sich ein Tier verletzen, oder krank werden, muß der Besitzer unmittelbar den Tierart rufen.

 

 


Bilder vom Vulkanausbruch am Eyjafjallajökull

Bildserie des Fotografs Golli auf www.mbl.is
Bildserie des Fotografs Ómar auf www.mbl.is
Video von Ómar Ragnarsson auf www.ruv.is
Video von Einar Rafnsson auf www.ruv.is