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Der Husten begann vor 5 bis 6 Wochen auf Þjóðólfshagi

12. maí 2010 kl. 09:54

Der Husten begann vor 5 bis 6 Wochen auf Þjóðólfshagi

Sigurður Sigurðarson auf Þjóðólfshagi hat viele Pferde im Stall und die Vorbereitungen auf die Zucht- und Turnierprüfungen liefen noch bis vor kurzem auf Hochtouren. Eiðfaxi führte ein kurzes Gespräch mit Siggi, um sich genauer über die Situation bei ihm zu informieren.

Eiðfaxi: Siggi, seit wann husten denn die Pferde in deinem Stall?

Siggi Sig: Bei mir begann alles vor ca. 5-6 Wochen. Ich habe eine Stute in Beritt bekommen, die ein wenig gehustet hat. Wir wußten zu dem Zeitpunkt noch nicht, was los war, denn die Krankheit hatte sich noch nicht so stark verbreitet gehabt. Ich dachte zuerst, sie würde auf das Kraftfutter reagieren und daher fütterte ich ihr vorerst nur Heu. Natürlich war dies nicht die Ursache und sie bekam schließlich Penicillin, da sich der Husten sehr stark verschlimmert hatte. Ich denke, daß dies ihr ein wenig geholfen hat.

Eiðfaxi: Und dann ist die Anzahl der hustenden Pferde stetig gestiegen?

Siggi Sig: Ja. Zuerst dachte ich, es sei alles nicht so schlimm, aber dann habe ich von immer mehr Leuten gehört und daß die Krankheit sich sehr schnell verbreitet. Meine Erfahrung war die, daß das ganze sehr langsam beginnt. Erst ca. 10 Tage nach den ersten Anzeichen wird der Husten richtig schlimm. Die Stute, von der ich eben gesprochen habe, hat beispielsweise drei Wochen lang gehustet. In dieser Zeit hatte ich sie die meiste Zeit im Stall und habe sie so gut es ging gepflegt, denn es war sehr kalt draußen. Als sie keine Anzeichen mehr aufzeigte, habe ich ihr eine Pause von ca. zwei Wochen gegeben. Ich habe sie jetzt 4-5 Mal geritten, nur ganz langsam natürlich, und sie macht wieder einen guten Eindruck. Sie hat viel Kraft und ist keinesfalls schlapp oder müde. Ich hoffe also, daß sie sich von der Krankheit gut erholt hat.

Eiðfaxi: Haben die Pferde auch Fieber bekommen?

Siggi Sig: Nein, bis jetzt hat keines meiner Pferde Fieber gehabt. Wenn die Krankheit einmal da ist, dann sollte man auch die Pferde, die noch keine Anzeichen aufzeigen, nur vorsichtig trainieren. So gut wie alle Pferde bekommen diesen Husten, die Krankheit ist sehr heimtückisch, denn sie beginnt sehr langsam. Die Pferde, die man trainiert hat, bevor sie die ersten Anzeichen aufweisten, hat es viel schlimmer erwischt, als die anderen. Ein Pferd, das ich bei einer Vorführung auf Ingólfshvoll geritten habe, ist nach wie vor sehr krank. Er hat an dem Abend begonnen stark zu husten und ist seitdem sehr schlapp und liegt viel. Man sollte also sehr vorsichtig sein und den Pferden lieber eine längere, als zu kurze Pause gönnen. Es gibt schließlich auch noch ein Leben nach dem Landsmót!

Eiðfaxi: Und wie arbeitest du nun weiter?

Siggi Sig: Wir haben jetzt allen Pferden eine zweiwöchige Pause gegeben und wollen sie auch nächste Woche noch stehen lassen. Wenn das Wetter gut ist, dann stellen wir alle raus, denn frische warme Luft tut ihnen sicherlich gut. Wenn dies die Art von Husten ist, den Pferde nach dem Export bekommen, dann denke ich ist die Gefahr einer Ansteckung im Frühjahr oder Sommer genau dieselbe wie die im Winter. Pferde die im Sommer exportiert werden bekommen den Husten nämlich ebenso wie die, die im Herbst oder Winter ins Ausland gehen. Aber wir wissen natürlich nach wie vor nicht, welchen Virus wir hier haben. Zumindest sind wir um eine Erfahrung reicher nach dieser Sache.

Eiðfaxi: Wie sieht es mit den Turnieren und Zuchtschauen aus?

Siggi Sig: Auch wenn sich der Husten in den letzten Wochen stark verbreitet hat, so sind noch nicht alle Pferde infiziert und viele werden mit Sicherheit noch krank werden. Der Zeitpunkt ist natürlich sehr schlecht, wobei es für Krankheiten natürlich nie den passenden Zeitpunkt gibt. Der Husten wird die ganzen Zuchtschauen und Turniere in diesem Jahr stark beeinflussen. Wir werden einfach sehen, wie sich alles entwickelt. Es ist sehr wichtig, daß die Gesundheit der Pferde an erster Stelle steht. Wenn man zu früh mit dem Training beginnt, dann können sie stärker erkranken, als zuvor. Die Pferde, die in gutem Training waren, kommen mit Sicherheit schnell wieder in Form, wenn sie Zeit hatten sich zu erholen. Wir müssen geduldig sein, auch wenn es schwer fällt.

Wir bedanken uns bei Siggi für das Gespäch und hoffen, daß sich die Pferde auf Þjóðólfshagi schnell erholen.



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